Vanessa Vogler

Was ist dein persönliches Motto?

„Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden“ – Mark Twain

Wann war deine erste Begegnung mit Yoga? Was bedeutet Yoga für dich?
Meinen ersten Yogakurs besuchte ich im Jahr 2006. Zu dieser Zeit hatte ich viel Prüfungsstress, Yoga hatte mich damals schon extrem entspannt und war immer ein Highlight in der Woche. Nach meiner Erstausbildung hatte ich sehr unregelmässige Arbeitszeiten, die es mir nicht möglich machten konstant einen Kurs zu besuchen. Als ich Sandra kennenlernte, war sie die gute Fee, die mich wieder zum Yoga führte. Zuerst zum Aerial Yoga, danach zum Hatha- , Vinyasana-Flow, Yin Yoga bis zur Yogateacher-Ausbildung.

 

Was bedeutet Yoga für dich?

Yoga ist für mich Leben pur. Sich spüren, erfühlen, Grenzen erkennen, sich hingeben, über sich hinauswachsen. Yoga lässt Dich erkennen was wirklich wichtig ist. Und das alles bereits in Dir vorhanden ist was du brauchst.
Welches ist deine Lieblingsasana und warum?
Oh eine sehr schwierige Frage. Ich habe viele Lieblingsasanas, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es Samasthiti. Die Berghaltung im Gebet ist für mich ein Gefühl wie nach Hause kommen. Die Verbindung von Himmel zur Erde nehme ich in dieser Position am stärksten wahr. Sie lässt mich frei und zugleich tief geborgen fühlen. Behütet und geliebt. Diese Asana zaubert mir immer ein Lächeln ins Gesicht.

Wie würdest du Yoga für einen Anfänger beschreiben?

Yoga schenkt Dir alles was Du brauchst. Mehr Körperbewusstsein, Haltungsschulung, Fitness, Atmungsschulung und eröffnet Dir einen völlig neuen Zugang zu Deinem Innersten. Yoga ist nicht nur Körperübungen und Atmen, sondern Yoga ist Heilung für Dich und Dein Sein. Yoga verändert einfach alles.

Was ist dir wichtig beim Yogaunterricht?

Das „Wieder ankommen“ bei sich selbst. Eine Yogastunde sollte für mich rund sein, im Fluss und mit Freude praktizieren. Den Alltag hinter sich lassen können und im gegenwärtigem Moment Heilung finden, den Kopf abschalten und sich hingeben. Das gelingt natürlich nicht jedes Mal gleich gut, aber man kann als Lehrer dafür sorgen, dass es dem Schüler/in leichter fällt, in dem man ihn/sie abholt. Abholen z.B. mit einer schönen Atmosphäre, passender Musik, eine Yogalektion mit Konzept und Tiefe. Egal wie anstrengend ein Tag war oder wie fest das Gedankenkarussell im Kopf dreht, nach dem Yoga darf man sich frei und leicht fühlen.

Was möchtest du deinen Schülern ans Herz legen?

Lerne Deinen Körper und Geist kennen, mit allen Facetten, Grenzen, Widerstände und Weiten. Auf allen Ebenen Deines Bewusstseins. Du bist ein Wunder, mit Deinem Sein und auch mit Deinem Körper. Lerne zu erkennen was Du gerade brauchst, was Dir gut tut, worin Du gut sein möchtest, wo es mehr Power braucht, wo Du Widerstände hast, wo Du Ketten der Begrenzung sprengen möchtest, wo und was Du loslassen willst. Alles darf sein, nichts muss. Versuche alles anzuerkennen was Dir gezeigt wird, ohne Wertung. Lerne aus Dir, Deinem Körper und Deinem Geist. Du bist grenzenlos.

Worauf legst du den Fokus in deiner eigenen Praxis?

Wenn ich für mich alleine praktiziere, spüre ich vor der Yogapraxis in mich hinein was ich gerade brauche. Etwas ruhigeres, eher für Schulter/Nacken oder Kräftigung? Ich wähle nach Gefühl. Oft wähle ich zuerst die Musik zu meiner Yogapraxis und lasse mich von meinem Körper von einer Asana in die nächste führen. Mein Fokus sitzt somit in meiner Intuitivität. Meine Yogapraxis soll mir gut tun und mich von meinem Alltag ins hier und jetzt begleiten. Das gelingt am Besten wenn ich den Kopf versuche abzuschalten.
Ich suche in meiner Yogapraxis auch immer wieder neue Herausforderungen, auf die ich hinarbeite. Wichtig dabei ist, seine Grenzen zu respektieren und nichts erzwingen zu wollen.