Giara Gut

Dipl. Psychomotoriktherapeutin (EDK)
Zert. Naturpädagogin
i.A. Shivarocks Yoga Teacher (500 YA)
i.A. Shivarocks Aerial Yoga Teacher

Was ist dein persönliches Motto?
«Sei du selbst. Alle anderen gibt es schon.»
– Oscar Wilde

Wann war deine erste Begegnung mit Yoga?
Als ich als Teenie meine Mutter in die Yogastunde begleitete. Das Yoga gefiel mir, allerdings fehlte mir die Gleichaltrigen und nach wenigen Lektionen war das Thema wieder vorbei. Die erste intensive Begegnung hatte ich erst einige Jahre später, als ich in Dänemark per Zufall in einem Retreat landete. Dort wurde mein Interesse am Yoga richtig geweckt und eine wunderbare neue Welt öffnete sich für mich.

Was bedeutet Yoga für dich?
Zu mir kommen, nach Hause kommen. Mich bewusst wahrnehmen, respektieren, und akzeptieren. Verbundenheit mit mir und Allem. Aber auch über mich hinauswachsen und Grenzen verschieben, neue Horizonte öffnen.

Welches ist deine Lieblingsasana und warum?
Matsyasana – der Fisch. Ich liebe diese Herzöffnung, insbesondere passiv mit einem Kissen am Ende der Stunde.

Wie würdest du Yoga für einen Anfänger beschreiben?
Yoga ist in unseren Breitengraden vor allem eine körperliche Praxis, auch Asanapraxis genannt, und hat zum Ziel durch Bewegung und Atmung die Verbindung von Körper, Geist und Seele zu stärken. Die Umsetzung ist so vielseitig wie es Menschen gibt, die Yoga unterrichten. Eine Yogastunde kann körperlich anstrengend sein aber auch mental herausfordern. Wichtig zu wissen ist, dass du weder Schlangenmensch noch Handstandprofi sein musst, Yoga richtet sich an alle Menschen und holt dich dort ab, wo du momentan stehst. Denn Yoga ist wie ein Fass ohne Boden. Klar die körperliche Praxis (auch Asanapraxis genannt) ist bereits sehr vielseitig, aber wenn du bereit bist, um die Ecke zu schauen, kann sich dir plötzlich eine neue Sicht auf die Welt eröffnen (sowohl auf die Äussere als auch auf die Innere).

 Was ist dir wichtig beim Yogaunterricht?
Beim Unterricht mit den Kindern lege ich viel Wert auf die Interaktion und das gemeinsame Entdecken der Vielseitigkeit des Yoga, sowohl in der Bewegungserfahrung als auch auf der seelisch-geistigen Ebene. Mein Ziel ist es, einen Raum zu kreieren, in welchem sich die Kinder als selbstwirksam und gut-so-wie-sie-sind erleben. Es besteht kein Leistungsdruck und Selbstständigkeit und die eigene Kreativität sind gefragt.

Was möchtest du deinen Schülern ans Herz legen?
Meine Lieblingssätze, welche mich in meiner Praxis in die Gegenwart bringen:
«Verbinde die Bewegung mit dem Atem.»
«Schau nicht nach links und nach rechts, mach es genauso, wie es sich für dich gut anfühlt.»

Worauf legst du den Fokus in deiner eigenen Praxis?
Für mich sind die Atmung und die bewusste Körperwahrnehmung der Schlüssel zum Jetzt, welche immer die Basis bilden. Ansonsten verschiebt sich mein Fokus zyklisch mit denn inneren und äusseren Begebenheiten und somit meinen jeweiligen Bedürfnissen. Mal fokussiere ich mich mehr auf körperliche Aspekte, mal mehr auf innere Prozesse.