Linda Altwegg

Was ist dein persönliches Motto?
While there’s life, there’s hope – Stephen Hawking

Wann war deine erste Begegnung mit Yoga? Was bedeutet Yoga für dich?
Meine allererste Begegnung mit Yoga hatte ich vor ungefähr 5 Jahren, als ich Yoga als Ausgleich zu meinen sonstigen Sportarten und zur Verbesserung meiner Beweglichkeit ausprobiert habe. Damals hatte ich überhaupt keinen Zugang zum Yoga gefunden und nach zwei oder drei Schnupperlektionen habe ich damit wieder abgeschlossen.
Vor etwas 3 Jahren habe ich zum Yoga zurückgefunden und zwar als Patientin bei Sandra. Sie brachte Yoga auf eine Art und Weise in mein Leben, die mir viel besser zusagte oder aber ich war dieses Mal auch einfach bereit dazu mich darauf einzulassen. Ein knappes Jahr später startete ich dann auch meine Yogalehrerausbildung bei Sandra und bin seitdem völlig fasziniert, begeistert und zutiefst berührt davon.

Was bedeutet Yoga für dich?
Yoga ist für mich nicht nur ein Sport oder eine Bewegungstherapie, es ist eine Lebensphilosophie die mir in einer extrem schwierig Phase meines Lebens geholfen hat diese zu akzeptieren und wieder schätzen zu lernen. Es ist sehr schwierig in wenigen Worten zu beschreiben, was Yoga genau für mich bedeutet aber es begleitet mich jeden Tag wie eine nährende Kraft und tiefstes Vertrauen.

Welches ist deine Lieblingsasana und warum?
Kapotasana, die schlafende Taube
Diese Asana wirkt bei mir als würde man einen Schalter umlegen. Ich entspanne sofort. In dieser Stellung schliesse ich Frieden mit mir selber und der Welt um mich, empfinde tiefe Dankbarkeit für alles was mir dieses Leben bringt und kann auf allen Ebenen loslassen.

Wie würdest du Yoga für einen Anfänger beschreiben?
Yoga ist mehr als ein paar Körperübungen. Es ist die Verbindung von Bewegung und Atem, schafft Zugang zu Emotionen und reguliert den Körper auf eine sanfte und harmonisierende Weise. Yoga kann aber auch pushen, anstrengend sein und du lernst in einer Yogastunde Muskeln kennen, die dir vorher wahrscheinlich noch unbekannt waren.

Was ist dir wichtig beim Yogaunterricht?
Nicht nur der Unterricht selbst, sondern auch das Drumherum. Der Schüler soll sich vom ersten Moment an wohl und geborgen fühlen, sodass er auch loslassen und sich der Yogastunde hingeben kann. Der Yogaunterricht soll ein geborgenes Umfeld bieten in welchem Alltag entflohen und zu sich gekommen werden kann. Dafür liegt mir selbst auch am Herzen, dass der Yogaunterricht einen unsichtbaren roten Faden hat, dem unbewusst gefolgt wird und die Stunde somit stimmig und harmonisch ist.

Was möchtest du deinen Schülern ans Herz legen?
Höre auf deinen Körper! Manchmal brauchst du mehr Entspannung, manchmal mehr Power und Yoga bietet dir beides. Finde eine Stunde die zu dir passt, einen Lehrer und eine Lokalität bei dem und in welcher du dich wohl fühlst. Erzwinge nichts, erlaube dir selbst Pausen und Makel. Freue dich ab dem was du kannst und sehe alles andere als Herausforderung zu denen du dich immer mal wieder pushen kannst.

Worauf legst du den Fokus in deiner eigenen Praxis?
Meine Praxis soll gesund für mich sein. Das heisst ich achte auf die Grenzen meines Körpers und darauf, dass meine eigene Yogapraxis ausgeglichen ist. Das heisst auch, dass wenn rundherum alles gerade sehr stressig abläuft, ich eine entspannende, ruhige Praxis für mich wähle auch wenn ich normalerweise eher der Typ bin, der sich gerne auspowert und ins Schwitzen kommt. Dennoch aber widme ich mich auch immer wieder meinen ganz eigenen Herausforderungen im Yoga und arbeite so auch an Stellen die vielleicht nicht immer ganz angenehm sind. Und ich akzeptiere auch, wenn ich einfach mal Nichts mache.